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Im Mittelalter zählte Greifswald ungefähr 5000 bis 6000 Einwohner. In der Neuzeit wurde 1632 während des 30-jährigen Krieges ein Tiefpunkt in der Bevölkerungsstatistik erreicht: Nachdem die Stadt von wallensteinschen Truppen befreit worden war, gab es nur noch etwas mehr als 2000 Greifswalder. In der Schwedenzeit (1648-1815) wurde wieder allmählich die mittelalterliche Einwohnerzahl erreicht.
Im 19. Jahrhundert entstanden nach und nach Vorstädte, die die expandierende Bevölkerung Greifswalds aufnahmen: Das Industriezeitalter sorgte dafür, dass Greifswald auf 20000 Einwohner im Jahre1880 und 30000 Einwohner im Jahre 1930 anschwoll. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der bisherige Bevölkerungsrekord erreicht, als in der Hansestadt die vielen Arbeiter des Lubminer Kernkraftwerks beherbergt wurden: Rund 70000 Einwohner zählte man. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wohnen rund 55000 Menschen in Greifswald. Weil das Atomkraftwerk geschlossen wurde, verloren viele Menschen ihre Arbeitsstelle und mussten Greifswald verlassen.
© Andreas Reuter