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Eine großformatige Serie von Bildern über St. Nikolai kann man sich durch einen Klick auf die linke Maustaste hier ansehen. |
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Sehenswürdigkeiten
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Die
St. Nikolaikirche, deren Turm 100 m in
die Höhe schießt, ist die größte der drei gotischen Backsteinkirchen
im historischen Zentrum. Sie wurde zwischen 1250 und 1410 von den
Bürgern Greifswalds errichtet. Der gewaltige Bau ist dem Heiligen
Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer und Kaufleute, gewidmet. St.
Nikolai wurde schon früh der Schauplatz des wichtigsten Ereignis in der
Geschichte von Greifswald: Im Jahre 1456 wurde in der dreischiffigen
Basilika die Gründungsurkunde der Universität verlesen. Die
Rubenow-Tafel aus dem Jahre 1460, die sich im südlichen Seitenschiff
befindet, verweist indirekt auf dieses denkwürdige Ereignis: Auf ihr
sind die Gründungsprofessoren der Greifswalder Universität abgebildet. Im Jahre 1515 und wiederum im Jahre 1650 ließen schwere Stürme die steile gotische Turmspitze einstürzen, wobei die Schiffe der Nikolaikirche und Häuser in der unmittelbaren Umgebung stark beschädigt wurden. Beim Wiederaufbau der Turmspitze bald nach 1650 orientierten sich die Architekten an niederländischen barocken Turmspitzen aus wohlüberlegtem Grunde: Die sind nämlich weitaus windschnittiger und stabiler, da sie aus Kuppeln und Laternen aufgebaut sind, die selbst starken Winden nur wenig Angriffsfläche bieten. Die Entscheidung erwies sich als richtig: Die barocke Spitze trotzte allen Winden und ist heute noch in unveränderter Form oberhalb des achteckigen Turmabschluss (Oktogon) sichtbar. Anfang des 19. Jahrhundert erhielt die mittelalterliche Kirche eine weitere bauliche Veränderung: Ihr Mittelschiff wurde in neugotischen Formen umgestaltet.
Im Jahre 1774 wurde der romantische Maler und berühmteste Sohn Greifswalds Caspar David Friedrich in St. Nikolai getauft. Dies ist sicherlich neben der Universitätseröffnungsfeier ein weiteres bedeutendes Ereignis in der Geschichte von Greifswalds größter Kirche, die nach dem 2. Weltkrieg sogar zum Dom befördert wurde: Sie ist seitdem Sitz des protestantischen Landesbischofs.
© Andreas Reuter |
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