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  Giebelhäuser

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Der Baugrund innerhalb mittelalterlicher Städte war häufig aufgrund der beschränkenden Wirkung einer Stadtmauer knapp. Daher waren die Stadt und ihre Einwohner förmlich gezwungen, fast ausschließlich dicht aneinander gebaute Giebelhäuser zu errichten, wenn sie eine hohe bis maximale Einwohnerzahl erreichen wollten. Einige dieser platzsparenden Giebelhäuser früherer Zeiten haben sich auch im Zentrum Greifswalds erhalten. Natürlich sind sie nicht nur platzsparend, sondern auch sehenswert:
 

Mein persönlicher Favorit unter diesen Giebelhäusern befindet sich in der Knopfstraße in Marktplatznähe. Dabei handelt es sich um ein rot angestrichenes Giebelhaus aus der Spätrenaissance, das um 1600 errichtet wurde. Sein schöner Volutengiebel mit Pilastergliederung ist noch im Originalzustand. Heute beherbergt das Gebäude die Stadtbibliothek, früher jedoch war es ein Wohnspeicherhaus: Unter dem steilen Satteldach befanden sich insgesamt drei Speicherböden. Der Rest des Hauses diente zum Arbeiten und Wohnen.

mittelalterlicher Giebel in der Innenstadt von Greifswald

Am Marktplatz sind sogar noch zwei gotische Wohnspeicherhäuser aus dem 15. und 14. Jahrhundert erhalten: Das Haus Markt 11 hat einen äußerst bemerkenswerten Schmuckgiebel. Es muss einem der reichsten Kaufleute Greifswalds gehört haben. Der Backsteingiebel, der das Haus Markt 13 schmückt, ist ebenfalls sehenswert, aber weniger aufwendig.
 

Das ehemalig größte Wohnspeicherhaus Greifswalds trifft man am Fischmarkt an. Sein gewaltiger Giebel wurde um 1860 neugotisch umgeformt. Ein weiterer interessanter neugotischer Stufengiebel befindet sich in der Langen Straße in 300 Meter Entfernung.

 

© Andreas Reuter

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