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  St. Jakobi

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St. Jakobi wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als zweischiffige Hallenkirche erbaut. Um das Jahr 1400 baute man sie einer dreischiffigen Kirche um, ohne dabei die Halle zu verbreitern. Um dieses zu verwirklichen, mussten sehr enge Seitenschiffe angelegt werden. Außerdem wurde ein mehrseitiger Chor an die Ostfassade angefügt. Trotz dieses Anbaus blieb St. Jakobi die kleinste der drei gotischen Kirchen Greifswalds, die alle aus Backstein aufgrund des regionalen Mangels an Steinbrüchen gefertigt sind.
 

Einige Leute wundern sich darüber, dass es so viele Kirchen an der Ostseeküste gibt, die den Namen des Apostel Jacobus tragen. Das liegt nicht an mangelnder Fantasie, sondern hat einen guten Grund: Jacobus, der von Jerusalem aus eine lange Schiffsreise unternahm, um die weit entfernten iberischen Gebiete zu missionieren, ist der Schutzheilige der Reisenden und Fischer (in Spanien ist er sogar der Nationalheilige schlechthin). Diese Bevölkerungsgruppen waren in früheren Zeiten in den Ostseegebieten und natürlich auch in Greifswald besonders stark vertreten und errichteten aus verständlichem Grunde und nicht ohne erhofften Eigennutz viele ihrem eigenen Schutzpatron geweihte Sakralbauten.

Kirche St. Jacobi in Greifswald

Im Jahre 1955 fing der Turm von St. Jakobi Feuer. Bei diesem Brand wurden die alte Kirchturmspitze und die Orgel vollständig zerstört. Die neue, heutige Spitze wurde 1965 fertiggestellt. 3 Jahre später erfolgte die Einweihung der neuen Schuke-Orgel im Jahre 1968. Weiterhin sind innerhalb der Kirche die Kanzel, die Altarbilder und die Chorfenster sehenswert. Die Kanzel aus dem Jahre 1855 ist mit den Bildern der 4 Evangelisten geschmückt. Die Altarbilder zeigen Jesus am Kreuz und die Heiligen Paulus, Jakobus, Petrus und Andreas.

 

© Andreas Reuter

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