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  St. Marien

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Die Einwohner Greifswald nennen St. Marien liebevoll die "dicke Marie" aufgrund ihrer gedrungenen und massiven baulichen Anlage. Vielleicht ist sie die älteste Kirche Greifswalds, wir wissen es aber nicht genau. Der Baubeginn dieses großen gotischen Sakralgebäudes fällt in die Mitte des 13. Jahrhunderts. Rund 150 Jahre später war die Marienkirche im wesentlichen vollendet. Seitdem ist ihr Äußeres kaum umgestaltet worden. Die wichtigste Veränderung erfolgte im 17. Jahrhundert: Der kriegsbeschädigte gotische Spitzhelm, der einst steil in die Höhe schoss, wurde durch das heutige flache Turmzeltdach ersetzt.

  Kirche St. Marien in Greifswald

Der Giebel der östlichen Fassade St. Mariens ist eine Meisterleistung norddeutscher mittelalterlicher Backsteinarchitektur. Die Kombination von roten Backsteinen mit weiß verputzten Zonen führt zu einer klaren Strukturierung des Giebels: seine acht spitzbogigen Fensterblenden unterschiedlicher Höhe fallen aufgrund dieses Farbkontrastes sofort auf. Fünf schlanke Türmchen, die ein paar Meter über das breite Satteldach hinüberschießen, teilen den achsensymmetrischen Giebel in 4 Bereiche. Jeweils 2 der 8 weiß verputzten Spitzbogenblenden verteilen sich in einen dieser 4 Giebelbereiche.

Gewölbemalereien

Das Kircheninnere ist bunt bemalt: Die mittelalterlichen Wandmalereien verleihen den Schiffen von St. Marien ein durch und durch heiteres Aussehen. Die künstlerisch interessantesten Wandgemälde, die die Passion Christi darstellen, befinden sich im südlichen Seitenschiff. Sie stammen aus dem Jahre 1411. Besonders sehenswert sind im Mittelschiff die hölzerne Renaissance-Kanzel aus dem 16. Jahrhundert und das Altarbild, auf dem die Heilige Nacht dargestellt ist.

 

© Andreas Reuter

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