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Ein paar Infos und Gedanken zur Ernst-Moritz-Arndt-Universitätzurück
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"Studieren, wo andere Urlaub machen"
liest und hört man häufig in Greifswald und in der näheren Umgebung.
Der einprägsame Spruch klingt nicht nur gut, sondern stimmt sogar. Man
kann hier in der Region viel Urlaub machen und viel studieren. Wer viel
arbeiten und Geld verdienen möchte, sollte wegen eines Mangels an entsprechenden Angeboten
lieber nicht in diese äußerste Ecke Deutschlands kommen. Kurz gesagt: Neben der Peenewerft in Wolgast
sind lediglich der Tourismus und die Universität in Greifswald die einzigen
nennenswerten größeren Arbeitgeber
im nordöstlichen Vorpommern.
Ein umfangreiches Bauprogramm wurde aber schließlich erst ab der 400-Jahr-Feier im Jahre 1856 unter preußischer Regentschaft verwirklicht: Im westlichen Teil der Altstadt entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Friedrich-Loeffler-Straße der große Baukomplex der Medizinischen Klinik, außerdem wurden in unmittelbarer Nähe des barocken Universitätshauptgebäudes das Physikalische Institut mit Sternwarte, das Auditorium Maximum, die Augenklinik, das Historische Institut und die mittlerweile Alte Bibliothek hochgezogen.
Die Anfang des 21. Jahrhunderts fertig gestellte neue Bibliothek befindet sich neben weiteren Universitätsneubauten rund 1 km östlich der Altstadt auf einem Gelände längs der Rudolf-Petershagen-Allee, das schon rund 100 Jahre früher für die bauliche Erweiterung der Universität vorgesehen war. Damals zur Zeit des ausgehenden Kaiserreiches und der Weimarer Republik kam es allerdings nur zur Ausführung weniger Spezialkliniken.
Die Universität verteilt sich also auf zwei Zentren einerseits im westlichen Teil der Altstadt, andererseits längs der Rudolf-Petershagen-Allee. Nicht wenige Institute trifft man außerdem noch sporadisch auf dem Rest des westlichen Stadtgebietes an. Kurz gesagt: Es gibt keinen zentralen Campus. Fast überall in der Hansestadt kann man ein bisschen Uni finden. Nur die östlichen Vorstadtbezirke Greifswalds mit ihren zahlreichen Arbeiter- und Bauernfestungen aus sozialistischen Zeiten sind quasi unifrei, bieten jedoch teilweise überaus preiswerten Wohnraum für die mittlerweile rund 12000 Studenten. Für diesen finanziellen Vorteil muss man aber den sehr besonderen Reiz einer Betonplattensiedlung in Kauf nehmen.
Ernst Moritz Arndt hatte noch keine Möglichkeit, sich in dieser Gegend, d. h. im jetzigen östlichen Stadtgebiet, einzuquartieren. Er wohnte vielmehr in der heutigen Bachstraße nahe dem Marktplatz und war sowohl Student als auch Dozent in Greifswald. Seit 1933 ist die Universität übrigens nach ihm benannt. Weitere berühmte Greifswalder Studenten und Dozenten sind Friedrich Loeffler, Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der Mathematiker Felix Hausdorff, Eduard Norden, Theodor Billroth, Ferdinand Sauerbruch und noch einige andere. Zugegebenermaßen, der große Sauerbruch hat es nur 2 Jahre im schönen Greifswald ausgehalten, aber die anderen blieben länger ...
Mehr Informationen unter http://www.uni-greifswald.de
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© Andreas Reuter